MCE 04 Sternenflotte IC 3 - Handlungsoptionen für betroffene Anleger

Bei der MCE Fonds 04 Sternenflotte handelt es sich um eine Blind-Pool-Konzeption. Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung (Juli 2009) beinhaltet das Portfolio Beteiligungen an 68 unterschiedlichen Schiffen. Nach Maßgabe der Investitionsstrategie wurde im wesentlichen in das Schifffahrtssegment der Containerschiffe investiert. Der größte Anteil der erworbenen Containerschiffe lag zwischen 2.000 und 6.500 TEU mit einem Durchschnittsalter von 8,32 Jahre. Darüber hinaus sollte laut Prospekt besonderer Wert auf eine Vielzahl renommierter Chartergesellschaften und die Restlaufzeit der Charterverträge gelegt werden.

„Nach Angabe zahlreicher Anleger wurde diese Schiffsfondsbeteiligung von den agierenden Beratern als zur Altersvorsorge geeignetes Anlagekonzept zur Zeichnung angeboten, weil konzeptionsgemäß ein Andienungsrecht besteht. Auch im Fondsprospekt wird dieses Andienungsrecht zum Laufzeitende als Sicherheitsmerkmal und damit als zusätzlicher Sicherheitskomponente genannt“, so Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. aus Passau.

Aktuell wird die Liquidation des Fonds vorbereitet. Deswegen steht zu befürchten, dass das als zusätzlicher Sicherheitsfaktor benannte Andienungsrecht, welches ohnehin erst im ersten Halbjahr 2020 ausgeübt werden könnte, gänzlich ins Leere läuft.

„Wir prüfen derzeit Schadensersatzansprüche wegen pflichtwidriger Anlagefalschberatung bzw. aus den Grundsätzen zur Prospekthaftung im weiteren Sinne gegen die Verantwortlichen. Im Fondsprospekt heißt es zu den Risiken der Vermögensanlage, für den Investor bestehe das Risiko, dass er den in der Andienungsvereinbarung vorgesehenen Kaufpreis für seine Beteiligung in Höhe des auf diesen entfallenden Beteiligungsbetrages abzgl. erhaltener Ausschüttungen nicht erhält. Die eigentliche Thematik um die fehlende Ausübung des eingeräumten Andienungsrecht mit Auflösung der Emittentin findet sich im hierzu relevanten Kapitel zu den Risiken der Fondsgesellschaft nicht. Insoweit sind auch und gerade Prospekthaftungsansprüche gegen die verantwortlichen zu prüfen“, so Bettina Wittmann in ihrer Stellungnahme weiter.

Rechtsfolge des geltend zu machenden Schadensersatzanspruches ist die Rückzahlung der geleisteten Einlage an den Anleger abzgl. geleisteter Ausschüttungen. Im Wege des großen Schadensersatzes ist der Anleger so zu stellen, wie er stehen würde, hätte er sich nicht auf Empfehlung an einer Geldanlage beteiligt.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet geschädigten Anlegern eine grundsätzliche Erstbewertung möglicher Schadensersatzansprüche an. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an info@schutzverein.org oder rufen Sie uns an unter Tel-Nr. 0851/9884011.

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