MPC Offen Produktentanker Flottenfonds - Anleger droht Totalverlust

Anleger des Fonds MPC Offen Produktentanker Flottenfonds KG hätten nach Meinung des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. darüber aufgeklärt werden müssen, welchen Schwankungen die Tagecharterraten in den letzten zehn Jahren unterlegen haben und welchen Einfluss dies auf die wirtschaftliche Entwicklung des Fonds haben könnte.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. sieht demzufolge Möglichkeiten für die Anleger, ihre Schadensersatzansprüche gegen die Prospektverantwortlichen und die jeweils agierenden Anlageberater erfolgreich durchzusetzen.

Dies berichtet Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V..

„Eine besondere Bedeutung kommt auch beim Fonds „MPC Offen Produktentanker Flottenfonds“ der sogenannten „105%-Klausel“ in den Kreditverträgen der einzelnen Schiffsgesellschaften zu. Der Prospekt enthält zwar Angaben dazu, wie sich diese auf die Liquiditätsbelastung der Schiffsgesellschaften auswirken kann. Es fehlen aber Aussagen dazu, dass die finanzierenden Banken dann, wenn die Schiffsgesellschaften aufgrund von Liquiditätsproblemen die Mehrbelastungen nicht tragen können, die Kredite kündigen und die Schiffe des Fonds MPC verwerten können, was zu einem Totalverlust der Einlage führen kann“.

Den Erfahrungen des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. zufolge ist die sogenannte „loan-to-value“-Klausel, also das Verhältnis zwischen dem ausgezahlten Bankkredit und den dafür gestellten Sicherheiten, einer der Hauptpunkte dafür, dass viele Schiffsfonds Liquiditätsprobleme bekommen haben.

Verliert ein Schiff in Zeiten sinkender Frachtraten und wegen des Auslaufens bestehender Charterverträge ohne entsprechenden Neuabschluss deutlich an Wert, dann wird der Kredit nicht mehr durch die gestellten Sicherheiten gedeckt.

In einem solchen Fall kann die Bank oft zusätzliches Kapital einfordern oder Nachbesicherungen fordern. Entweder müssen Anleger dann Gelder nach- oder zurückzahlen oder Auszahlungen werden ausgesetzt.

Wie bei allen Schiffsfonds handelt es sich auch bei der Beteiligung an dem Fonds „MPC Offen Produktentanker Flottenfonds“ um eine von Anfang an mit unternehmerischen Risiken behaftete Kapitalanlage, der ein Totalverlustrisiko immanent war.

Darüber, was mit der Fondsbeteiligung passieren würde, wenn die Chartereinnahmen auf dem langjährigen Druchschnittswert von rund USD 15.000,00 zurückgehen würden, enthält der Prospekt des Fonds MPC Offen Produktentanker Flottenfonds keine Angaben.

Insoweit wäre es die Verpflichtung des agierenden Anlageberaters gewesen, potentielle Anlageinteressenten darüber aufzuklären, welche tatsächlichen Risiken dieser Fondsbeteiligung immanent sind.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme weiter:

„Anleger der in Schieflage geratenen Schiffsfonds sollten prüfen, inwieweit Prospekthaftungsansprüche geltend gemacht werden können. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass gegebenenfalls für diese Ansprüche eine kurze Verjährungsfrist gilt. So ist mitunter für den Beginn der Verjährung schon die Zeichnung des Fonds maßgeblich, Ansprüche aufgrund einer möglicherweise erfolgten Falschberatung in drei Jahren verjähren, wobei der Verjährungsbeginn grundsätzlich zu dem Zeitpunkt anzusehen ist, zu welchem dem Anleger die immanenten Kapitalverlustrisiken bewusst werden“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet potentiellen Kapitalanlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche gegen die Verantwortlichen an.

Weitere Informationen hierzu unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns einfach an unter Telefon 0851/9884011.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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