"MS Lloyd Parsifal" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG - Anleger von hohen Vermögenseinbußen bedroht

Nach Erkenntnissen des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. hat der Schiffsfonds mit der Bezeichnung „MS Lloyd Parsifal“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG erhebliche wirtschaftliche Probleme. Während ab dem Jahr 2008 Ausschüttungen von 7,0% der gezeichneten Nominaleinlage prognostiziert waren, wurden tatsächlich nur 5% an die Anleger ausgeschüttet. Seitdem gab es überhaupt keine Ausschüttungen mehr.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Per Zwischeninformation 2012 lässt die Treuhandgesellschaft ihre Anleger um eine weitere Überschreitung des Plandarlehens in Höhe von 17,65% informieren. Über weitere Sondertilgungen zur Reduzierung der Überschreitung des Plandarlehens sollte innerhalb der Geschäftsführung beraten werden. Dies ist auch der Grund, weshalb letztendlich auch keine Ausschüttungen mehr an die Anleger geleistet werden“.

Erst vor wenigen Wochen musste der Schiffsfonds „Lloyd Fonds LF 94“ Insolvenz anmelden. Genauso erging es kurze Zeit zuvor schon den Schiffsfonds mit der Bezeichnung „FHH Fonds Nr. 15 MT Oceania“ und „MS Irene“.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hierzu:

„Anlegern droht ein Totalverlust bei der Realisierung der unternehmerischen Risiken eines Schiffsfonds. Schiffsfonds sind geschlossene Fonds, die unternehmerische Risiken bergen, im Falle der Insolvenz des Schiffsfonds jeder Anleger auch mit einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals rechnen muss“.

Unternehmerische Risiken wurden nach den Erfahrungen des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. in den geführten Anlageberatungsgesprächen entweder verharmlost bzw. gänzlich verschwiegen, mitunter eine Schiffsfondsbeteiligung auch als zur Altersvorsorge geeignetes Instrument dargestellt wurde.

Dies stellt eine Falschberatung dar, die einen Anspruch auf Rückabwicklung gegen die Anlagevermittler/Anlageberater begründet.

Weiterhin liegt eine Falschberatung dann vor, wenn Banken bei der Vermittlung eines Schiffsfonds eine Provision durch das Emissionshaus erhalten und diese dem Anleger aber verschwiegen haben, sogenannte „kick-backs“.

Eine ungefragte Offenlegung von Provisionen trifft auch den „freien“ Anlageberater, wenn in die Emissionskosten Weichkosten von über 15% einkalkuliert sind.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Ausweislich des uns zur Prüfung vorliegenden Emissionsprospekts zum LF 71 werden die „Vergütungen“ als fondsabhängige Kosten mit 23,04% (inklusive Agio) angegeben. Eine Falschberatung liegt demzufolge auch vor, wenn Anleger über diese Weichkosten nicht informiert wurden, nach der Rechtssprechung des BGH auch von „freien“, also nicht bankgebundenen Anlageberatern, Weichkosten in einer Größenordnung ab 15% ungefragt offenzulegen sind, ansonsten jeder Anleger einer Fehlvorstellung über die Werthaltigkeit seiner Investition unterliegt“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Schadensersatzansprüche an.

Weitere Informationen hierzu unter dem Stichwort „Schiffsfonds“ unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns an unter Telefon 0851/9884011.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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