"MS "SEAN RICKMERS" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Cie. KG" lädt zur ordentlichen Gesellschafterversammlung ein

Mit Schreiben vom 18.01.2013 werden aktuell die Treugeber/Kommanditisten der Schifffahrtsgesellschaft mit der Bezeichnung „SEAN RICKMERS Schifffahrtsgesellschaft mbH & Cie. KG“ eingeladen.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.. Dort soll über die Handlungsalternativen - kurzfristiger Verkauf des Schiffes oder Einzahlung in eine freiwillige Kapitalrücklage und damit die Fortführung des Schiffsbetriebes - abgestimmt werden.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereines für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Den Angaben der Treuhänderin zufolge soll derjenige Beschluss gefasst werden, der mehr Stimmen hat, wenn beide Beschlussalternativen die notwendige Mehrheit von mehr als mindestens 75% der abgegebenen Stimmen erreichen. Hierbei favorisiert die Fondsgeschäftsführung die freiwillige Kapitalrücklage, was den Fortbetrieb des Schiffes garantiere. Gleichzeitig lässt die Treuhänderin indes schon darauf hinweisen, dass es nicht gesichert ist, dass die prognostizierten Zahlen auch bei Durchführung eines Liquiditätssicherungskonzepts tatsächlich eintreffen“.

Damit würde sich die sogenannte „Kommanditistenhaftung“ gem. § 172 Abs. 4 HGB realisieren, ein einer Fondsgesellschaft in Form der KG systemimmanentes Risiko, über welches jeder Anleger grundsätzlich vor Zeichnung zu informieren ist.

Die Gefahr, im Bedarfsfall die aus negativen Kapitalkonten geleisteten Ausschüttungen an einen Insolvenzverwalter über das Vermögen der Fondsgesellschaft zurückzahlen zu müssen, ist ein einer Fondsgesellschaft wesentlich immanentes Risiko, den Erfahrungen des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. zufolge in des geführten Beratungsgesprächen um dieses Risiko mitunter kein Wort verloren wird, oftmals gerade Schifffondsbeteiligungen als wegen der dort überdurchschnittlichen Ausschüttungsprognose als unbedingt empfehlenswert zur Zeichnung beworben werden.

Bettina Wittmann in ihrer Stellungnahme weiter:

„Die Gefahr der Rückzahlung von aus Jahresfehlbeträgen der Fondsgesellschaft geleisteten Ausschüttungen kann zwar in aller Regel im Fondsprospekt nachgelesen werden, Voraussetzung hierfür ist, dass dieser Fondsprospekt einem Anleger so rechtzeitig vor Zeichnung überlassen wird, dass die dortigen Risikohinweise auch noch zur Kenntnis genommen werden können. Mitunter ist es aber so, dass die Fondsprospekte entweder am Tag der Beratung oder auch erst nach Zeichnung dem Anleger überlassen werden, in dieser Situation sodann der agierende Berater verpflichtet ist, auf das dortige Risiko mündlich hinzuweisen“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt betroffenen Anlegern eine grundsätzliche Bewertung möglicher Ersatzansprüche gegen die jeweils agierenden Beratungsgesellschaften, nach der Rückvergütungsrechtsprechung des BGH anlagevertreibende Kreditinstitute auch verpflichtet sind, dem Anleger die für die Vertriebstätigkeit generierten Vertriebsprovisionen offen zu legen.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche an.

Für weitere Rückfragen steht der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter info@schutzverein.org oder unter Telefon 0851/9884011 jederzeit zur Verfügung.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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