MS Virginia Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG meldet sehr wahrscheinlich Insolvenz der Schifffahrtsgesellschaft

Mit Rundschreiben vom 21.11.2013 lässt die Lloyd Treuhand GmbH die Anleger der Schiffsfondsgesellschaft mit der Bezeichnung „MS Virginia Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG“ um eine mögliche Insolvenz informieren.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. Deren Vorstand, Frau Bettina Wittmann:

„Den dortigen Informationen zufolge war das erste Restrukturierungskonzept im Januar 2013 aufgrund einer zu geringen Anlegerbeteiligung gescheitert, sollen nach den Forderungen der Bank ab 2014 die Tilgungen wieder aufgenommen werden. Selbst wenn die Anleger die erhaltenen Ausschüttungen zurückzahlen, um den von den Banken geforderten finanziellen Betrag zur Einzahlung bringen zu können, erscheint eine Fortführung der Schifffahrtsgesellschaft nicht gesichert“.

Aus dieser Beteiligung wurden an die Anleger für 2006, 2007 und 2008 Ausschüttungen geleistet, wobei die grundsätzlich mögliche Rückzahlung der aus Jahresfehlbeträgen geleisteten Ausschüttungen im Beratungsgespräch oftmals mündlich nicht dargetan wurde.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme weiter:

„Schon im Jahr 2008 konnten die Ausschüttungen nicht in der angekündigten Höhe erfolgen, die deutlich negative Abweichung sich ab 2009 sogar noch verschlechterte, gab es letztendlich seit diesem Zeitpunkt keinerlei Ausschüttungen mehr aus dieser Fondsgesellschaft“.

Als Grund für die negative Entwicklung der Schiffsfondsgesellschaft nennt die Treuhänderin auch die Verletzung der 105%-Klausel, d. h. die Darlehen der Beteiligungsgesellschaft valutieren derzeit bei einem Betrag, der im Verhältnis zum Rest des Schiffes bei wenigstens 105% liegt. Dies war letztendlich auch der Grund, weshalb es keine Ausschüttungen mehr für die Anleger gegeben hat, wohingegen im Emissionsprospekt mit jährlichen Ausschüttungen von 5 bis12% (!) geworben wird.

Den Erfahrungen des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. nach wurden Schifffahrtsgesellschaften in aller Regel nicht anhand der dortigen Prospektangaben vom agierenden Vertriebsbeauftragten erklärt, sondern mündlich, nach ständiger Rechtsprechung des BGH indes einem Anleger zeitlich weit vor Zeichnung das Fondsprospekt überlassen werden muss, um zu gewährleisten, dass dieser die dortigen Angaben auch lesen kann. Wenn dem nicht so war, so ist der Berater verpflichtet, die entsprechenden Darstellungen mündlich transparent im Beratungsgespräch wiederzugeben.

Eine Investition in einen geschlossenen Fonds in der Rechtsform der Kommanditbeteiligung stellt immer eine unternehmerische Beteiligung dar, weshalb jeder Anleger anlässlich seiner Zeichnung wissen muss, dass bei Investition ein Kapitalverlust bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Geldes drohen kann.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt betroffenen Anlegern eine grundsätzlich fachkundige Bewertung möglicher Ersatzansprüche, auch aus verjährungsrechtlichen Gesichtspunkten.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. selbst bietet darüber hinaus betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche an.

Bei Vertrieb über anlageberatende Bankgesellschaften hätten die Anleger über die dort generierten Vertriebsprovisionen aufgeklärt werden müssen, erst ab dem Jahr 2010 Banken ihre Kunden regelmäßig über kick-backs aufklären ließen. Wer anlässlich einer solchen Beratung in Erfahrung bringen konnte, dass bei geschlossenen Fonds Rückvergütungen normal sind, für den gilt es auch verjährungsrechtlich zu handeln. So wird es für die meisten Klagen, die erst nach Jahresende 2013 eingereicht werden, nicht mehr möglich sein, mögliche Aufklärungsdefizite über kick-backs mit Erfolg ins Feld zu führen, die Verjährungsfrist grundsätzlich jeweils am Ende des Jahres beginnt, in dem der Anleger tatsächlich Kenntnis über mögliche Aufklärungsfehler erlangt.

Weitere Informationen hierzu unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns an unter Tel. 08 51 / 988 4011.

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