MS "VIRGINIA" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG ruft erneut zur Einbringung von Kapital auf

Mit Schreiben vom 28.01.2013 werden aktuell die Treugeber/Kommanditisten der Schifffahrtsgesellschaft mit der Bezeichnung „MS „VIRGINIA“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG“ zur Einbringung von neuem Kapital aufgefordert.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V..

Den Angaben der Treuhänderin zufolge seien lediglich finanzielle Zusagen über EUR 495.625,00 eingereicht worden, zur Umsetzung des Restrukturierungskonzepts die Gesellschaft aber insgesamt EUR 2.789.000,00 benötigt.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V.:

„In der außerordentlichen Gesellschafterversammlung der Fonds-KG wurden die Anleger darauf hingewiesen, dass die finanzierende Bank des MS „VIRGINIA“ keine weitere Verhandlungsbereitschaft zeigt, für die Bank vielmehr aufgrund des erwarteten Veräußerungserlöses bei Verkauf des Schiffes sowie der bestehenden Außenhaftung der Anleger gem. § 172 Abs. 4 HGB nur ein geringes Risiko besteht, dass die bestehenden Verbindlichkeiten bei Veräußerung nicht gedeckt werden“.

Doch was bedeutet dies für die Anleger?

Bettina Wittmann um ihrer Stellungnahme hierzu:

„Es droht der Totalverlust der Beteiligung. Zudem besteht für die Anleger die Gefahr, die aus Jahresfehlbeträgen geleisteten Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen. Die sogenannte Kommanditistenhaftung gem. § 172 Abs. 4 HGB ist ein einer Fondsgesellschaft in Form der Kommanditgesellschaft systemimmanentes Risiko, über welches jeder Anleger vor Zeichnung zu informieren ist.

Die Gefahr, im Bedarfsfall der aus negativen Kapitalkonten geleisteten Ausschüttungen an die Fondsgesellschaft zurückzuzahlen, ist im Rahmen der Beratung offenzulegen, jeder Anleger also wissen muss, dass er verpflichtet sein kann, spätestens im Falle der Insolvenz der Fondsgesellschaft an einen Insolvenzverwalter die Ausschüttungen zurückzuzahlen. Diese Gefahr droht aktuell auch der „MS VIRGINIA“, sollten die Anleger das beschlossene Restrukturierungskonzept finanziell nicht unterstützen“.

Den Erfahrungen des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. zufolge wird indes in den geführten Beratungsgesprächen um die grundsätzlich einer Fondsbeteiligung immanenten unternehmerischen Risiken bis hin zu Totalverlust des eingesetzten Kapital kein Wort verloren, oftmals gerade Schiffsfondsbeteiligungen als wegen der dort überdurchschnittlichen Ausschüttungsprognose als unbedingt empfehlenswert zur Zeichnung beworben werden.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt betroffenen Anlegern eine grundsätzliche Bewertung möglicher Ersatzansprüche gegen die jeweils agierenden Beratungsgesellschaft, nach der Rückvergütungsrechtsprechung des BGH anlagevertreibende Kreditinstitute auch verpflichtet sind, dem Anleger die für die Vertriebstätigkeit generierten Vertriebsprovisionen im Beratungsgespräch offenzulegen.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche an.

Für weitere Rückfragen steht der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter info@schutzverein.org oder unter Telefon 0851/9884011 jederzeit zur Verfügung.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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