MT "Hellespont Pride" GmbH & Co. KG verlangt erhaltene Ausschüttungen von den Gesellschaftern zurück

Unangenehme Post flatterte den Anlegern der Fondsgesellschaft mit der Bezeichnung „MT Hellespont Pride GmbH & Co. KG“ Anfang September 2012 ins Haus. Die dortigen Anleger werden von der Fondsgesellschaft darüber informiert, dass Geschäftsführung und Beirat entschieden haben, vorgenommene Ausschüttungen in Höhe des Wiederauflebens der Haftung gemäß § 172 IV HGB von den Gesellschaftern zurückzufordern. Alle Entnahmen ab 2009 hätten zum Wiederaufleben der Haftung nach § 172 IV HGB geführt, die sich für jeden Kommanditisten nach Berechnungen des steuerlichen Beraters der Schiffsgesellschaft auf rund 6,8%, bezogen auf die jeweilige Beteiligung belaufen. Dies entspräche rund 49% der erhaltenen Ausschüttungen.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., welcher auch darauf hinweist, dass um die Gefahr der sogenannten „Kommanditistenhaftung“ nach dessen Erfahrungen in den jeweiligen Beratungsgesprächen kein Wort verloren wurde.

Der Vorstand des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., Frau Bettina Wittmann:

„Die Anlageberatung vor der Investition in einen Schiffsfonds ließ oft zu wünschen übrig, so dass Anleger oft nicht ausreichend über die nicht zu unterschätzenden Risiken einer Schiffsbeteiligung aufgeklärt wurden. Die im Falle der Fondsgesellschaft „MS Hellespont Pride KG“ eingetretene Situation um die Forderung der Fondsgesellschaft an ihre Anleger, aus negativen Kapitalkonten geleistete Ausschüttungen zurückzuzahlen, wurde in den wenigsten Fällen erläutert bzw. die Bedeutung dieses, jeder Fonds-KG spezifisch immanente Risiko hinreichend erklärt“.

Ein stets brisantes Thema sind auch Provisionen, nach der Rechtsprechung des BGH auch sogenannte „freie“ Anlageberatungsgesellschaften verpflichtet sind, über Emissionskosten ungefragt aufzuklären, welche eine Größenordnung von 15% der Investitionskosten überschreiten.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Emissionskosten in einer Größenordnung von 15% sind ungefragt offenzulegen, begründen Provisionen in dieser Größenordnung eine Fehlvorstellung des Anlegers über die Werthaltigkeit seiner Investition, weshalb nach Auffassung des III. Zivilsenats des BGH auch freie, d.h. nicht bankgebundene Anlageberater ungefragt hierüber informieren müssen“.

Bankberater haben nach der sogenannten Rückvergütungsrechtsprechung des BGH ohnehin offenzulegen, wenn hinter dem Rücken des Anlegers aus offen ausgewiesenen Verwaltungsgebühren wie z.B. dem Agio Provisionszahlungen an die Bank resultieren.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt betroffenen Anlegern eine fachkundige Beratung individueller Chancen und Möglichkeiten, hierzu der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. jedem betroffenen Anleger kostenfrei und unverbindlich eine Erstbewertung anbietet.

Für weitere Informationen wenden Sie sich unter info@schutzverein.org unter dem Stichwort „Hellespont“ an den Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.  oder schreiben Sie uns unter Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., Kainzenweg 1, 94036 Passau.

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