Nordcapital MS Voge Master GmbH & Co. KG - Handlungsoptionen für betroffene Anleger

Schiffsfonds waren lange Zeit eine beliebte Anlageform. Banken vermittelten die Beteiligungen an Personen – und Frachtschiffe gern und oft – insbesondere an private Anleger. Geschlossene Schiffsfonds wurden den Anlegern stets als zukunftssicher dargestellt, wurden mitunter sehr hohe Ausschüttungen durch Schiffsfonds in Aussicht gestellt.

 

So kam es, dass deutsche Anleger etwa 30 Mrd. Euro in geschlossene Schiffsfonds investiert haben. Mittlerweile sind über 450 Schiffsfonds insolvent; die Zahl der noch kommenden Insolvenzen von Schiffsfonds ist bislang nicht absehbar.

 

Doch für Anleger besteht die Möglichkeit, Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen grundsätzlich nur, wenn die Verjährungsfristen jeweils gewahrt sind.

 

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V.:

 

„Es droht die Verjährung möglicher Ansprüche bei Überschreiten der taggenau zu berechnenden 10-jährigen Verjährungsfrist seit Beitritt zur Fondsgesellschaft. Wenn sich der Anleger beispielsweise im November 2006 entschlossen hat, den Empfehlungen seines Anlageberaters zu folgen und eine Schiffsfondsbeteiligung zu zeichnen, dann endet die 10-jährige Höchstfrist zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen taggenau 10 Jahre nach Beitritt. Es handelt sich hier um die absolute Höchstfrist zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen“.

 

Diese Gefahr könnte Anlegern auch zur ebenfalls insolventen Schiffsfondsgesellschaft mit der Bezeichnung „Nordcapital MS Voge Master“ drohen. Diese konnten seit Juli 2006 der Fondsgesellschaft beitreten, weshalb zur Hemmung der laufenden Verjährungsfrist bei Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen geeignete Maßnahmen eingeleitet werden müssen.

 

Grundlage für Schadensersatzansprüche kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. In den Beratungsgesprächen wurden mitunter Beteiligungen an Schiffsfonds nicht nur als renditestarke Geldanlage präsentiert, wurden gerade Anlegern, welche Geld zur Altersvorsorge anlegen wollten, eine Schiffsfondsgesellschaft zur Zeichnung offeriert.

 

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weist aufgrund seiner jahrelangen Beratungstätigkeit darauf hin, dass oftmals über die systemimmanenten Risiken einer Fondsbeteiligung nicht gesprochen wurde, den Anlegern also die Gefahr des Kapitaltotalverlusts mitunter nicht bewusst war.

 

Zweiter Ansatzpunkt für Schadensersatzansprüche können die sogenannten „kick-backs“ sein. Gemeint sind damit Rückvergütungen, die die Bank für den Vertrieb der betreffenden Beteiligungen erhalten hat. Entscheidungen des BGH bestätigen, dass Investoren über die Provisionen aufgeklärt werden müssen.

 

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. rät betroffenen Anlegern eine grundsätzliche Prüfung ihrer Geldanlagen durch auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisierte Rechtsanwälte an. Im Wege einer Erstbewertung kann Ihnen auch der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter sorgfältiger Prüfung der Angelegenheit Handlungsoptionen nennen, um möglicherweise weitere Verluste zu vermeiden.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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