Schifffahrts-Gesellschaft "HS CARMEN" GmbH & Co. KG lädt zur außerordentlichen Treugeber- und Gesellschafterversammlung ein

Mit Schreiben vom 01.02.2013 werden aktuell die Treugeber/Kommanditisten der Schifffahrtsgesellschaft mit der Bezeichnung „HS CARMEN“ GmbH & Co. KG eingeladen.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.. Dort soll über die weitere Vorgehensweise der Fondsgesellschaft abgestimmt werden.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Sollte die für den Schiffsverkauf benötigte Mehrheit von 75% der abgegebenen Stimmen nicht zustande kommen, wird die Geschäftsführung bei allen Gesellschaftern die bisherigen nicht durch Gewinne gedeckten Ausschüttungen von 18% zurückfordern“.

Die sogenannte „Kommanditistenhaftung“ gem. § 172 Abs. 4 HGB ist ein einer Fondsgesellschaft in Form der Kommanditgesellschaft systemimmanentes Risiko, über welches jeder Anleger vor Zeichnung zur informieren ist.

Die Gefahr, im Bedarfsfall die aus negativen Kapitalkonten geleisteten Ausschüttungen an die Fondsgesellschaft zurückzuzahlen hat sich in der Schifffahrtsgesellschaft mit der Bezeichnung „HS CARMEN“ daher realisiert, die Anleger also verpflichtet sind, der möglichen Aufforderung der Fondsgesellschaft um die Rückzahlung der erhaltenen Ausschüttungen nachzukommen, sollte der von der Fondsgeschäftsführung favorisierte Verkauf des Schiffes scheitern.

Den Erfahrungen des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden zufolge wird indes in den geführten Beratungsgesprächen um diese Gefahr mitunter kein Wort verloren, oftmals gerade Schiffsfondsbeteiligungen als wegen der dort überdurchschnittlichen Ausschüttungsprognose als unbedingt empfehlenswert zur Zeichnung beworben werden.

Bettina Wittmann in ihrer Stellungnahme weiter:

„Die Gefahr der Rückzahlung von aus Jahresfehlbeträgen der Fondsgesellschaft geleisteten Ausschüttungen kann zwar in aller Regel im Fondsprospekt nachgelesen werden, Voraussetzung hierfür ist, dass dieser Fondsprospekt einem Anleger so rechtzeitig vor Zeichnung überlassen wird, dass die dortigen Risikohinweise auch noch zur Kenntnis genommen werden können. Mitunter ist es aber so, dass die Fondsprospekte entweder am Tag der Beratung oder auch erst nach Zeichnung dem Anleger überlassen werden, in dieser Situation sodann der agierende Berater verpflichtet ist, auf das dortige Risiko mündlich hinzuweisen“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt betroffenen Anlegern eine grundsätzliche Bewertung möglicher Ersatzansprüche gegen die jeweils agierenden Beratungsgesellschaften, nach der Rückvergütungsrechtsprechung des BGH anlagevertreibende Kreditinstitute auch verpflichtet sind, dem Anleger die für die Vertriebstätigkeit generierten Vertriebsprovisionen offen zu legen.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche.

Für weitere Rückfragen steht der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter info@schutzverein.org oder unter Telefon 0851/9884011 jederzeit zur Verfügung.

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