Schifffonds in Not - Anleger sollten handeln

Der vom Emissionshaus König & Cie. AG aufgelegte Schiffsfonds mit der Bezeichnung „MS Stadt Lübeck“ ist insolvent.

Die in 2009 mit erheblichen Nachschüssen der 1235 Anleger des Fonds durchgeführte Sanierung ist gescheitert.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechter der Bankkunden e.V., welcher darauf hinweist, das eingesetzte Kapital von mehr als EUR 8.000.000,00, die die Anleger investiert haben, damit verloren sein dürfte.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Anleger sollten im Rahmen sogenannter Sanierungskonzepte gutes Geld dem schlechten nicht gedankenlos und ungeprüft hinterher werfen. Es ist auch nicht anzuraten, untätig zu bleiben und das in eine Schiffsfondsbeteiligung investierte Kapital endgültig abzuschreiben“.

Derzeit befinden sich unzählige Schiffsfonds/Schiffsbeteiligungen in einer schweren Krise. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise gingen die Fracht- und Charterraten drastisch zurück, so dass die Schiffsfonds kaum mehr die Betriebskosten der Schiffe decken konnten. Verstärkt wurde die Krise dadurch, dass immer mehr Container- und Frachtschiffe geordert wurden und für dieses Überangebot keine Fracht zur Verfügung stand, so dass die Schiffe meist nur in den Häfen vor Anker liegen.

„Doch nicht nur der vom Emissionshaus König & Cie. AG emittierte Schiffsfonds MS Stadt Lübeck ist insolvent; auch weitere Schiffsfonds namhafter Fondsinitiatoren finden sich in finanziellen Schieflagen bzw. haben erhebliche wirtschaftliche Liquiditätsprobleme. Viele Anleger der „Dr. Peters DS Renditeschiffsfonds“ bekamen schon Briefe dieses Emissionshauses, in denen die Rückzahlung von Ausschüttungen angefordert wurde bzw. werden“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter, welcher geschädigten Anlegern Möglichkeiten anbietet, einen eingetretenen Schaden zu begrenzen bzw. auch gänzlich zu vermeiden.

Wurden Anleger einer Schiffsfondsbeteiligung nicht hinreichend auf die Risiken und vor allem auch auf einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals im Falle der Insolvenz des Schiffsfonds wurde ihnen die Beteiligung an einem Schiffsfonds als hingewiesen oder „bestens geeignet“ zur Altersvorsorge angepriesen, so stellt dies eine Falschberatung dar, die einen Anspruch auf Rückabwicklung gegen den agierenden Anlageberater begründet.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme weiter:

„Weiterhin liegt eine Falschberatung auch dann vor, wenn Banken bei Vermittlung einer Schiffsfondsbeteiligung eine Provision vom Emissionshaus erhalten haben und diese dem Anleger verschwiegen wurde, sogenannte „kick-back-Zahlungen“. Diese Zahlungen müssen nach der Rückvergütungsrechtssprechung des BGH ungefragt offen gelegt werden, um Interessenkonflikte der Bank zu vermeiden“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche an.

Weitere Informationen unter dem Stichwort „Schiffsfonds“ unter info@schutzverein.org oder Sie rufen uns einfach an unter Telefon 0851/9884011.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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