Schiffsfonds-Anleger verklagen Banken und Sparkassen

Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken steht eine Klageflut wegen Beratungsfehler beim Verkauf von Schiffsfonds ins Haus.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., welcher auch darauf hinweist, dass von den dortigen Vertrauensanwälten derzeit zahlreiche Klagen vorbereitet werden, weil die Finanzinstitute die risikoreichen Fonds teilweise sogar als sichere Anlage für die Altersvorsorge verkauft haben.

Um die Gefahr, aus negativen Kapitalkonten geleistete Ausschüttungen im Insolvenzfall zurückzahlen zu müssen, wurden in aller Regel in den geführten Beratungsgesprächen kein Wort verloren, viele Anleger der Dr. Peters DS-Renditeschiffsfonds schon die Aufforderung des Emissionshauses erhalten haben, Ausschüttungen zurückzuzahlen.

Die Geschäftsführung der Dr. Peters DS-Renditeschiffsfonds stützt das Rückforderungsverlangen darauf, dass die geleisteten Ausschüttungen als Darlehen gewährt wurden und nun zurückverlangt werden können. Hier gilt es zunächst zu prüfen, inwieweit in den dortigen Fondsprospekten von einer bloßen „Darlehensgewährung“ überhaupt die Rede ist, der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. grundsätzlich anrät, Sanierungskonzepte umfassend vor Zustimmungserklärung prüfen zu lassen.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Die Prüfung, ob seinerzeit eine fehlerhafte Anlageberatung bei der Beteiligungsvermittlung vorlag, ist insoweit schon erfolgsversprechend, als dass nicht selten in die Emissionskosten eines Schiffsfonds Weichkosten von über 20% einkalkuliert waren, nach der Rechtssprechung des BGH auch ein „freier“, also nicht bankgebundener Anlageberater verpflichtet ist, Weichkosten in einer Größenordnung ab 15% ungefragt darzustellen, weil ansonsten ein Anleger über die Werthaltigkeit seiner Anlage nicht richtig informiert wird“.

Weiterhin liegt eine Falschberatung dann vor, wenn Banken bei der Vermittlung eines Schiffsfonds eine Provision durch das Emissionshaus erhalten haben und diese dem Anleger verschwiegen wurden, sogenannte „kick-backs“. Diese Zahlungen müssen dem Anleger nach der BGH-Rechtssprechung ungefragt offen gelegt werden, da der Kunde auch in diesem Fall nicht mehr sicher sein kann, inwieweit die zur Zeichnung empfohlene Fondsbeteiligung tatsächlich dem individuellen Anlageziel zugute kommt.

Es stehen also für geschädigte Anleger von betroffenen Schiffsfonds durchaus Möglichkeiten zur Verfügung, ihren Schaden zu begrenzen bzw. gänzlich zu vermeiden.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche an.

Weitere Informationen hierzu unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns einfach an unter Telefon 0851/9884011.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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