Schiffsfonds "Charlotte C. Rickmers" und "Jennifer Rickmers" - Klagewelle rollt an

Schiffsfonds hatten lange Jahre einen vergleichsweise guten Ruf auf dem Kapitalmarkt. Der Zweck der Beteiligung an einem Schiffsfonds bestand für Anleger primär in der Erzielung von ansehnlichen Renditen. Hinzu kamen steuerliche Motive, da die Anleger durch ihre Beteiligung in der Regel Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielten.

Doch zahlreiche Schifffonds befinden sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Aktuell betroffen sind die Panamex-Schiffe mit den Bezeichnungen „Charlotte C. Rickmers“ und „Jennifer Rickmers“. Beirat und Geschäftsführung machen den Anlegern wenig Hoffnung auf ein positives Ergebnis.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter Berufung auf aktuelle Berichterstattungen.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Unseren Erfahrungen nach wird oftmals in den individuellen Anlagegesprächen zu den unternehmerischen Risiken einer Schiffsfondsbeteiligung nichts bzw. zu wenig mitgeteilt, mitunter gerade sicherheitsorientierten Anlegern eine Schiffsfondsbeteiligung zur Zeichnung empfohlen wird, ohne gleichzeitig mitzuteilen, dass Anteile an einem Schiffsfonds niemals geeignet sind, ein anlageerhaltendes Ziel umzusetzen“.

Auch fehlt es an einem gesonderten Zweitmarkt, um möglicherweise die Fondsanteile veräußern zu können. Auch hierüber wurde nur selten aufgeklärt. Vielmehr stand für die Vermittler oftmals die hohe Provision im Vordergrund. Diese Tendenz ist grundsätzlich bei Verkaufsempfehlungen zu Schiffsfondsbeteiligungen zu verzeichnen.

Doch Anleger sind nicht rechtslos gestellt, insbesondere, wenn sie die Fondsanteile auf Beratung hin erworben haben. Nach ständiger Rechtssprechung des Bundesgerichtshofs sind die Anleger anleger- und objektgerecht zu beraten, was gleichzeitig auch bedeutet, dass keinem Anleger, der um eine sichere Kapitalanlage nachfragt, Anteile an einem Schiffsfonds zur Zeichnung ohne Risikodarstellung empfohlen werden dürfen.

Wurde der Anleger fehlerhaft oder unzureichend beraten, so kann er Schadensersatz vom Beratungsinstitut bzw. von der anlagevertreibenden Bank fordern.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. konnte für die von den dortigen Vertrauensanwälten betreuten Verfahren bereits positive Ergebnisse erzielen.

Doch Vorsicht: Verjährung droht!

„Die Verjährung für Schadensersatzansprüche aus pflichtwidriger Anlagefalschberatung beträgt höchstens zehn Jahre, und zwar gerechnet vom individuellen Beitrittsdatum an. Diese zehnjährige Höchstfrist ist zudem kenntnisunabhängig“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme weiter, welche betroffenen Anlegern gerade zu den in 2004 emittierten Panamex-Schiffen eine umfassende sach- und fachgerechte Prüfung möglicher Ersatzansprüche anrät.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet darüber hinausgehend betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche. Für weitere Informationen hierzu schreiben Sie uns unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns an unter Tel.-Nr. 0851/9884011.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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