SeaClass 9 GmbH & Co. KG: Vorläufiges Insolvenzverfahren beim AG München

Die im Oktober 2008 gegründete Fondsgesellschaft zur „SeaClass 9 GmbH & Co. KG“, deren Anlageobjekt ein Schüttgutfrachter der Panamax-Klasse war, meldete zum 11.01.2013 Insolvenz beim Amtsgericht München an (Az. 15 1 IN 4213/12).

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V..

Betroffenen Anlegern ist dringendst die fachkundige Bewertung durch auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisierte Rechtsanwälte anzuraten, den Erfahrungen des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden zufolge die wenigsten Anleger korrekt vom agierenden Berater um die Risiken aus einer Schiffsfondsbeteiligung aufgeklärt waren.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Im Zuge unserer Beratungspraxis müssen wir nach wie vor feststellen, dass auch noch in 2008 um mögliche Vertriebsprovisionen für die agierende Bank bei Vertrieb durch ein Kreditinstitut dem Anleger gegenüber kein Wort verloren wurde. Demgegenüber hatte der BGH aber schon im Jahr 2006 entschieden, dass Bankberater offenzulegen haben, dass und in welcher Höhe die Bank Provisionen für die Vermittlung von Beteiligungen erhält“.

Doch auch bei Anlageberatung durch sogenannte „freie“, also nicht bankgebundene Anlageberatungsgesellschaften wurde mitunter um das tatsächlich einer unternehmerischen Fondsbeteiligung systemimmanente Kapitaltotalverlustrisiko, die fehlende Eignung zur Altersvorsorge und die Gefahr für den Anleger, die aus negativen Kapitalkonten geleisteten Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen, in aller Regel nichts offenbart, weshalb dort in vielen Fällen die jeweils den Anlegern zuteil gewordene Anlageberatung pflichtwidrig falsch war.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bewertet kostenfrei und unverbindlich mögliche Ersatzansprüche gegen die Verantwortlichen, mitunter auch in den jeweiligen Fondsprospekten die tatsächlichen Risiken aus einer Schiffsfondsbeteiligung, unter anderem die konjukturell bedingten Risiken schwankender Charterraten wegen massiven Ausbaus der weltweiten Containerflotte, nicht verständlich bzw. nicht ordnungsgemäß dargestellt wurden.

Insoweit stehen oftmals auch Haftungsansprüche aus den Grundsätzen der Prospekthaftung im weiteren Sinne im Raum, für welche die agierenden Berater nach der Rechtsprechung des BGH als Verwender unrichtiger Prospektinformationen haftbar sind.

Weitere Informationen zur „SeaClass 9 GmbH & Co. KG“ unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns an (Telefon: 0851/9884011).

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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