Treuhandgesellschaft stellt Betriebsfortführungskonzept in Sachen "Beteiligungs-KG MS "Buxhai" Verwaltungs- und Bereederungs GmbH & Co. KG" vor

Per Rundschreiben vom 16.05.2013 werden die Kommanditisten der ins Trudeln geratenden Beteiligungs-KG „MS Buxhai“ um das von den Wirtschaftsprüfern/Steuerberatern der Gesellschaft erarbeiteten Betriebsfortführungskonzept informiert, hiernach die Teilnahme der Anleger an diesem Betriebsfortführungskonzept zwar auf freiwilliger Basis erfolgten, allerdings die Wiedereinzahlungsverpflichtung erhaltener Ausschüttungen gemäß § 172 IV HGB in entsprechender Höhe verringern soll.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V..

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hierzu:

„Den Angaben der Fondsgesellschaft zufolge ist es dort nicht mehr möglich, die planmässigen Tilgungsleistungen auf das Schiffshypothekendarlehen zu erbringen, so dass – zur Vermeidung einer Kündigung des Darlehens seitens der Bank – Gelder der Kommanditisten eingeworben werden müssen, um einen möglichen Totalverlust aus der gezeichneten Beteiligung zu vermeiden“.

Die sogenannte „loan-to-value“-Klausel hat damit wiederum eine Schiffsfondsbeteiligung in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Die Krise der Schifffahrtsbranche hält nach wie vor an, aufgrund der weltweiten Finanzkrise seit 2009 der Absatzmarkt zusammengebrochen ist.

Die sogenannte „loan-to-value“-Klausel stellt das Verhältnis zwischen dem ausgezahlten Bankkredit und dafür gestellten Sicherheiten dar. Verliert ein Schiff in Zeiten sinkender Frachtraten und wegen des Auslaufens bestehender Charterverträge ohne entsprechenden Neuabschluss deutlich an Wert, wird der Kredit nicht mehr durch die gestellten Sicherheiten gedeckt. In einem solchen Fall kann die Bank oft zusätzliches Eigenkapital einfordern oder Nachbesicherungen fordern. Entweder müssen Anleger dann Gelder nach- oder zurückzahlen oder Auszahlungen werden ausgesetzt.

„Anleger, die heute Schadensersatzansprüche gegenüber den Vertrieben durchsetzen wollen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Durchsetzung dieser Ansprüche nur dann gelingt, wenn über die Enttäuschung hinaus harte Fakten ins Feld geführt werden können, aus denen sich entweder Prospektmängel ableiten lassen oder Beratungsfehler offenbaren“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme weiter.

So hat die Beratungstätigkeit des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. insbesondere ergeben, dass oftmals Schiffsbeteiligungen als zu optimistisch und zu positiv von den agierenden Beratern erläutert werden, auf die grundsätzlich einer Schiffsfondsbeteiligung in Form der KG systemimmanenten Risiken oftmals nicht eingegangen wurde.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Aus Gesprächen mit zahlreichen Anlegern wissen wir, dass ein Großteil der Gesellschafter im Zuge der Beratungsgespräche nicht ausreichend aufgeklärt wurde, insbesondere darüber, dass es sich bei einer Schifffahrtsgesellschaft in Form der KG um eine sehr riskante und haftungsträchtige Kapitalanlage handelt.

So liegen Beratungsfehler vor, wenn der Berater nicht ordnungsgemäß über die Risiken des Produkts aufklärt. Weiter hat sich die Rechtsprechung zu Schadensersatz wegen verschwiegener Provisionen bei Beratung durch eine Bank mittlerweile gefestigt, demzufolge grundsätzlich ein nicht pflichtgemäß aufgeklärter Anleger Möglichkeiten hat, Schadensersatz zu verlangen.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. rät betroffenen Anlegern eine grundsätzliche Prüfung möglicher Ersatzansprüche gegen die Verantwortlichen an, insbesondere auch verjährungsrechtliche Problematiken zu beachten sind.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche an.

Weitere Informationen hierzu unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns einfach an unter Tel.: 0851-9884011

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