BGH entscheidet über die Wirksamkeit des Widerrufs einer auf Abschluss eines Verbraucherdarlehensvertrages gerichteten Willenserklärung

Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 12.07.2016 (XI ZR 564/15) eine zu Gunsten des Kreditnehmers ergangene Entscheidung des OLG Nürnberg bestätigt.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Der BGH hat entschieden, dass die Widerrufsbelehrung, in deren Text es heißt, die Widerrufsfrist beginne „frühestens mit Erhalt dieser Belehrung“ ungültig ist. Darüber hinausgehend beinhaltete die dem Rechtstreit zugrundeliegende Widerrufsbelehrung der Sparkasse Nürnberg die Fußnote, in der es unter anderem heißt „Bitte Frist im Einzelfall prüfen“. Aufgrund dieser Fußnote kann sich die Bank nicht darauf berufen, den Mustertext des Gesetzgebers vollständig verwendet zu haben“.

Folge dieser Entscheidung: Darlehensverträge können auch noch Jahre nach Abschluss widerrufen und rückabgewickelt werden, vorausgesetzt, Verbraucher haben einen „Altdarlehensvertrag“ vor dem 21.06.2016 widerrufen.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hatte zahlreichen Darlehensnehmern auf Anfrage nach Prüfung empfohlen, ihre Darlehensverträge, welche für den Zeitraum 2001 bis zum 10.06.2010 geschlossen wurden, zu widerrufen.

Diese Darlehensnehmer können nunmehr von der positiven Entscheidung des BGH massiv profitieren.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet eine kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche an.

Für Darlehensnehmer, welche einen Darlehensvertrag vor dem 21.06.2010 geschlossen haben und die ihren Darlehensvertrag rechtzeitig vor dem 21.06.2016 widerrufen haben, können gerne auf die angebotene Erstbewertung durch den Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. zurückgreifen.

Weitere Informationen unter info@schutzverein.org oder unter www.schutzverein.org.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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