Widerrufsrecht lebt weiter - Widerrufsbelehrungen ab dem Jahr 2010 oft fehlerhaft

Auch Darlehen, die nach Juni 2010 abgeschlossen wurden, können fehlerhafte Widerrufsbelehrungen aufweisen. Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Konkret geht es um die von Banken in ihrer Widerrufsbelehrung oftmals verwendete Formulierung, wo es sinngemäß heißt, die Widerrufsfrist beginne erst zu laufen, wenn der Kreditnehmer auch um die Pflichtangaben in Kenntnis gesetzt ist. Im Klammerzusatz werden dann angebliche Pflichtangaben genannt, z.B. die Angabe des effektiven Jahreszinses, die Angaben zum einzuhaltenden Verfahren bei Kündigung des Vertrages oder Angabe der für den Darlehensnehmer zuständigen Aufsichtsbehörde. Dies sind indes keine Pflichtangaben nach § 492 Abs. 2 BGB, schon gar nicht bei Immobilienfinanzierungen“.

Darlehensnehmer, welche eine entsprechende Widerrufsbelehrung in ihren Darlehensverträgen ab Juni 2010 finden, haben folglich gute Chancen, vom „Widerrufsjoker“ zu profitieren.

Denn dem immer wieder von Banken eingewandten Vorwurf des Rechtsmissbrauchs hat der BGH aktuell in seiner Entscheidung vom 12.07.2016 eine klare Absage erteilt.

Darlehensnehmer, welche einen Darlehensvertrag vor Juni 2010 abgeschlossen haben, bleibt nur zu wünschen, dass sie den Ratschlag vieler Anlegerschutzgemeinschaften, auch des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V., ernst genommen haben und rechtzeitig vor dem 21.06.2016 den Widerruf erklärt haben.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Darlehensnehmern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ansprüche.

Weitere Informationen unter www.schutverein.org.

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Der Schutzverein

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